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Wrackmuseum Cuxhaven

Cuxhaven an der Elbmündung ist ein großes Kurbad mit Fährverbindung zu England. Seine Stadtteile wie Duhnen, Döhse, Sahlenburg locken jährlich Hunderttausende, besonders Familien, an die weiten Strände und das einmalige Watt der deutschen Nordseeküste.

Zwischen Duhnen und Sahlenburg befindet sich ein Kleinod: das Wrackmuseum in Stickenbüttel. In einer ehemaligen Dorfschule wurde es als private Sammlung 1980 gegründet. Auf drei Etagen und dem Freigelände sind ca. 1500 Exponate aus der deutschen Bucht, der Weser-, Ems- und Elbemündung ausgestellt. Ein Wrack ist ein untergegangenes Schiff, und mit seinem Untergang sind immer dramatische Geschichten verbunden. Tausende Schiffswracks, die Schätzung liegt bei 3000 bis 4000, liegen auf dem Meeresgrund vor der deutschen Nordseeküste. Das Wrackmuseum öffnet ein Fenster auf diesen riesigen Schiffsfriedhof, auf Wracks, die zwischen dem Mittelalter und der Neuzeit auf dem Meeresboden lagen und deren Überreste von Menschen und Schicksalen, von Seenot und Rettungsversuchen erzählen.

Der Besucher kann dem Hapag- Dampfer "Cimbria" nachspüren, der 1883 mit 400 Menschen an Bord unterging. Oder dem Schiff mit dem Namen "Kestel", das Grubenpferde nach England transportieren sollte und sank. Ein Zweimann- U- Boot auf dem Freigelände zeigt eindrucksvoll die Enge dieses Bootes und lässt den Betrachter schaudern. Die Torpedos aus den Kriegen, Pumpen und Schiffsschrauben veranschaulichen die Zerstörungskraft des Salzwassers. Untergegangene Schätze wie Gold- und Silbermünzen, Schmuckstücke und ein erstaunlich gut erhaltener Stoffballen erzählen ihre Geschichte. Alltagsgegenstände bringen dem Besucher das Leben an Bord näher, wie z. B. ein Babyschnuller.

Schiffe waren( und sind) von vielen Gefahren auf der Nordsee bedroht: von Untiefen, Sandriffen, Kollisionen mit anderen Schiffen und Stürmen. Ein Bereich der Ausstellung widmet sich der gefahrvollen Aufgabe der Seenot- Retter; zu diesem Thema können zusätzlich zu den Exponaten Bergungs- und Tauchfilme angesehen werden.

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Das Wrackmuseum in Cuxhaven/ Stickenbüttel ist von März bis Ende Oktober geöffnet. Mit dem Fahrrad, dem Bus, mit dem Auto( kostenlose Parkplätze) oder zu Fuß ist das kleine Museum von allen Kurorten aus bequem zu erreichen. Für Gehbehinderte allerdings sind nur das Freigelände und das Erdgeschoss für einen Besuch möglich. Wechselnde Sonder- Ausstellungen, ein Tag der Offenen Tür mit moderner Museumspädagogik machen das Wrackmuseum zu einem attraktiven Reisetipp für die ganze Familie.